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Juni 2018

Bildungszentrum für Ersthelfer - Bericht aus der Neuen Presse vom 13.06.2018

13.06.2018

Bild neue Presse (s. Bericht

Bild Fränkischer Tag (s. Bericht)

Das BRK Kronach freut sich über ein neues Zertifikat. Dafür erfüllt man hohe Anforderungen.

Von Heike Schülein

Kronach – Erste-Hilfe-Kurse vermitteln Wissen, mit dem man Leben retten kann. Anhand realistischer Unfallszenarien zeigen die Ausbilder des BRK-Kreisverbands Kronach die wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen auf. Für diese Ausbildung unterzog sich das Kronacher BRK erfolgreich einer Zertifizierung nach der Norm DIN ISO 9001:2015, sodass es sich ab sofort „BRK-Bildungszentrum“ nennen darf. Das Verfahren meisterten die Rotkreuzler ebenso mit Bravour wie die Re-Zertifizierung ihrer Notfallrettung, ihres Krankentransports, ihrer Patientensicherheit, fachpraktischer Ausbildung im Rettungsdienst und ihres komplexen Hilfeleistungssystems.


„Ersthelfer sind ein wichtiges Bindeglied in der Rettungskette“, betonen Wolfgang Stumpf, Bereichsleiter Ausbildung beim BRK Kronach, und Michael Bittner, Qualitätsmanagementbeauftragter für den Bereich Rettungsdienst. Dass Führerscheinbewerber eine Erste Hilfe-Ausbildung brauchen, ist bekannt. Allerdings müsse diese Schulung nur einmal im Leben absolviert werden. Danach sei keine Auffrischung der Kenntnisse vorgesehen, bedauern Stumpf und Bittner. Anders sehe es mit der Unfallverhütungsvorschrift seitens der Berufsgenossenschaften aus. Hier müsse eine ausreichende Zahl an Ersthelfern zur Verfügung stehen. Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten brauchen mindestens einen Ersthelfer, größere Unternehmen mindestens zehn Prozent der anwesenden Beschäftigten in Verwaltungs- und Handelsbereichen und mindestens zehn Prozent der anwesenden Beschäftigten in sonstigen Bereichen.


Eingesetzt werden dürfen nur Personen, die ihre Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe durch eine von der Berufsgenossenschaft anerkannte Stelle erhalten haben. Dieses Kriterium erfüllt das BRK Kronach. „Um kompetent ausbilden zu können, braucht es großes Fachwissen“, betont Stumpf. „Erste-Hilfe-Ausbilder des BRK durchlaufen hierfür selbst erst eine umfassende Ausbildung bis sie den Lehrauftrag bekommen und dann von der Berufsgenossenschaft genehmigt werden.“


2017 bildete das BRK im Landkreis Kronach 3700 Menschen in Erster Hilfe aus. Die Ausbilder arbeiten dabei – bis auf die beiden Hauptamtlichen Benno Ruhs und Susanne Ludwig – ehrenamtlich. Dass man dabei die gesetzlichen Vorgaben und die hohen Anforderungen der ISO-Normenreihe erfüllt, hat man nunmehr schwarz auf weiß. „Natürlich haben wir schon die ganze Zeit nach diesen Richtlinien gearbeitet. Trotzdem war uns dieser Blick von außen und diese Bestätigung wichtig, zumal wir ja stets bestrebt sind uns weiterzuentwickeln und Vorgänge weiter zu optimieren“, verdeutlicht Stumpf.
Bei der Norm handle es sich um weltweit geltende Standards zwecks Optimierung der Abläufe, erklärt Bittner. Dass es sich dabei um keine alltägliche Zertifizierung handelt, belege die Tatsache, dass sich ihr im Landkreis als einzige Rettungsorganisation bislang nur das BRK unterzogen habe. Die Ernennungsurkunde für das Bildungszentrum überreichte BRK-Präsident Theo Zeller.


„Wir sind schon stolz auf diese Auszeichnung, da sie uns auch von unseren Mitbewerbern ein Stück weit abhebt“, erklären Wolfgang Stumpf und Michael Bittner.


Das ISO-Zertifikat für den Bereich Erste Hilfe wurde für drei Jahre erteilt. Die gleiche Zeitspanne gilt auch für den Bereich Erste Hilfe. „Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt drei Jahre ausruhen können. Es gibt alljährlich stichpunktartige Proben durch die DQS und da können auch Nachbesserungen erforderlich werden“, stellt Bittner klar.

Bild Neue Presse: Erste-Hilfe-Ausbilder Benno Ruhs (rechts) demonstriert eine Herz-Lungen-Massage. Dabei blicken ihm Michael Bittner, Qualitätsmanagementbeauftragter im Bereich Rettungsdienst des BRK Kronach, und Wolfgang Stumpf, Bereichsleiter Ausbildung, genau auf die Finger. Foto: Heike Schülein

Foto Fränkischer Tag: BRK-Präsident Theo Zeller (Mitte) überreicht die Ernennungsurkunde zum „BRK-Bildungszentrum“ an BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes (r.) sowie Rettungsdienstleiter Martin Schmid